August 19, 2017

Der Weg, das eigene Leben zurück zu gewinnen

Wie uns die Dinge des Alltags in Abhängigkeit bringen und wie man sich aus dieser befreit.

Der Weg, das eigene Leben zurück zu gewinnen

Es ist das Recht eines jeden Menschen, zufrieden, glücklich und gesund zu sein. Dieses Recht ist nicht erkaufbar und kann weder erarbeitet noch erleistet werden – es ist ein Menschenrecht, das weit über jede Organisation und jedes Unternehmen hinaus geht.

Wer dieses Recht in seiner Aufgabenerfüllung opfert – sei es im Privaten oder im Beruflichen –, der tut dies freiwillig. Auch wenn Menschen sich gerne auf Umstände zurückziehen, die sie angeblich zu etwas zwingen, so haben doch nur wir die Macht darüber zu entscheiden, was wir tun und was wir lassen (nehmen wir mal gewisse rechtliche Aspekte hierbei aus). Wir können in jeder Situation eine andere Entscheidung treffen. Immer.

Modernes Sklaventum

Wenn wir uns umschauen, dann sehen wir immer mehr Menschen, die sich der Leistung verschrieben haben. Wer viel leistet, wer die „Extra-Meile“ geht, wird als ein „besserer“ Mitarbeiter angesehen. Wer früher kommt und später geht, dem unterstellen wir eine besondere Motivation.

Dieser Leistungsgedanke ist der Beginn einer Wertespirale, die sich zu drehen beginnt von „Leistung“ über „Einkommen“ und „Besitz“ hin zu der Frage Was bin ich wert?. Sie wissen schon: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Wir sind (oder sehen uns als das), was wir (uns) leisten können. Das moderne Marketing bedient diese Spirale. Uns werden Konsumgüter, Luxuslebensmittel und anderes Zeug als überlebensnotwendig nahegelegt, für die es sich angeblich zu leiden lohnt. So gewöhnen sich viele Menschen daran, sich selber zu Sklaven dieser Dinge zu machen, weil sie daraus ihren Selbstwert ableiten.

Wir und unser Besitz – ein Suchtverhältnis

Aber auch diese Entscheidung treffen Menschen freiwillig! Sie können an dieser Stelle bestenfalls unterscheiden, ob sie sich dieser Freiwilligkeit bewusst sind oder nicht. Aber am Ende liegen diese Entscheidungen ausschließlich bei ihnen. So gehen Menschen krank zur Arbeit oder überlasten den eigenen Körper, weil sie abhängig davon sind, in dieser Konsum- und Leistungsspirale mithalten zu müssen.

Sie ignorieren ihre nach Beachtung schreienden Bedürfnisse z.B. nach Ruhe, weil sie Angst haben, dem eigenen Bild nicht mehr ausreichend gerecht zu werden – dem Bild von Sich-leisten-können und Haben. Wer am Ende kapitulieren muss, weil Körper und Geist endgültig die Notbremse ziehen, wird aussortiert und bleibt am Wegesrand des Konsums liegen.

Ausstieg aus dem Hamsterrad

Aber wir haben die Entscheidung in unserer Hand. Wir alleine. Es kostet Kraft, Mut und jede Menge Überwindung, bewusst aus der Spirale auszusteigen. Es bedeutet in einer Übergangszeit Verlust – manchmal auch von „Freunden“ – und schmerzhafte Neuorientierung. Es kann sein, dass man sich selber als Sonderling empfindet, wenn man von außen zuschaut, wie alle anderen im Kreis rennen.

Aber es gibt eine Menge zu gewinnen: Unabhängigkeit, Freiheit, Frieden und die Rückbesinnung auf das, was im Leben wirklich wichtig ist: Der Mensch, ich. Es gibt ein Leben außerhalb des Hamsterrades. Darauf muss man ganz einfach vertrauen. Dieses Leben muss man sich ggf. erarbeiten, aber es ist real und es ist – lassen Sie mich das als Aussteiger sagen – wundervoll.

Wenn Sie mehr über mich und meinen eigenen Ausstieg erfahren wollen, dann können Sie mir hier folgen.

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